Wohnungen "Wohnsitze" IV
Wir haben unseren Plan D aktiviert und anfangs Juni die Reise Richtung Norden fortgesetzt. Plan A wäre nach wie vor die Reise nach China. Es sieht jedoch so aus, dass wir noch länger darauf warten müssen. Autoritäre Regierungen wie China, Russland etc. machen nie etwas falsch. Die Bösen und Unwissenden sind immer die anderen. So gilt in China nach wie vor die 0%-Corona Strategie. Die Bevölkerung leidet je länger umso mehr darunter, doch sie folgen den Befehlen der Regierung im Wissen, was bei Ungehorsam auf sie zukommen wird. Am heutigen Tag (11.8.22) erfahre ich, dass die gesamte Bevölkerung, ob jung oder alt, in Harbin, einer Stadt im Norden mit 8 Mio. Einwohner, drei Tage in Folge getestet wurde. Welch ein Glück wir haben, dass wir grundsätzlich wieder ein normales Leben führen können. Die Covid Leugner, Gegner und Demonstranten sollten einmal einige Wochen in China leben, sie würden dann vielleicht nicht mehr demonstrieren und etwas Dankbarkeit zeigen.
Schluss mit meinen Gedanken, ich komme zu den Wohnungen, welche wir nach dem kurzen Aufenthalt in Murten bezogen haben.
In Neuenburg am Rhein haben wir nur eine Nacht im Hotel verbracht. Zweck war der Besuch der Landesgartenschau in der Zähringerstadt. Am folgenden Tag fuhren wir weiter nach Neroth in der Eifel. Wir fanden eine Wohnung in diesem gepflegten Dorf - mit dem wohl einzigen Mausefallenmuseum auf der Welt. Das Haus liegt an einem Hang. Wir bewohnten die untere Wohnung mit Sicht über das Dorf und auf die dahinterstehenden Hügel. Die Küche war klein aber perfekt, das Schlafzimmer ideal und eine gute Dusche. Zusätzlich gab es noch ein kleines Zimmer mit einem Tisch. Dieses nutzte ich vor allem um am Notebook zu schreiben. Die gepflegten Gärten vor den Häusern, die Menschen, die praktisch immer grüssten und die ruhige Lage kam uns sehr gelegen.
Daun, die Hauptstadt des Landkreises der Vulkaneifel war die nächste Destination. Vor der Wohnung ein Parkplatz und eine zentrale Ausgangslage für Fahrten in die Umgebung war optimal. Die Wohnung war klein aber fein. Die Einrichtungen waren neu und vollständig. Der Vermieter begrüsste uns persönlich und wir hatten einen guten Kontakt. Das Einzige was fehlte war ein Sitzplatz im Grünen oder ein kleiner Balkon. Somit waren wir entweder unterwegs oder sassen in den "eigenen" vier Wänden.


Aus irgendeinem Grund habe ich von dieser Wohnung nicht so viele Fotos - so füge ich ein Herzensfoto im Strandkorb aus Bitburg an 😊
Maria sprach immer wieder von der Mosel. So suchte ich in dieser Region nach einer Unterkunft. In Ellenz-Poltersdorf, vis-à-vis Beilstein und nahe Cochem, fand ich ein Zimmer mit Küche und ...Parkplatz bei einem Weinbauern. Es hat ja fast nur Weinbauern an der Mosel 😊. Die Wohnung war wirklich sehr klein. Der kleine Tisch mit zwei Stehstühlen am hohen Fenster, das Bett an der Wand, sodass ich mit etwas Geschick der Wand nach auf meiner Seite einsteigen konnte und die Küche war für eine Woche kein Problem. Die Region ist wirklich sehr schön.


Maria kocht immer wieder traumhafte Menus - besser als im Restaurant 👍💖
Von der Eifel hatten wir noch nicht genug, eine wunderschöne und spannende Region. In Mayen fand ich eine perfekte Wohnung und welch eine Ehre, wir waren die ersten Mieter. Alles war "nigelnagelneu". Die Lage, 400 Meter vom Zentrum der schönen Stadt und zentral für Ausflüge in die Region. Das Wohnzimmer war klein, zweckmässig eingerichtet und angenehm. Ein Sofa zum Sitzen und Lesen, eine Bettstatt, ein Tisch zum Essen und Schreiben. Weiter hat es eine Dusche mit Waschmaschine, ein Traum. Zur Wohnung gehörte ein Parkplatz hinter dem Haus. Gerne wären wir länger dortgeblieben, doch im Voraus weiss man nicht immer, was einem erwartet. Dazu kommt, dass es Hochsaison ist und wir glücklich sind, eine Wohnung zu finden, welche in unser Budget passt.

Nach der Reise durch Italien haben wir unser Reisegepäck reduziert, aber immer noch genug. In den beiden kleinen Bananenschachteln sind unsere Lebensmittel, Gewürze, Besteck und die persönlichen Kochutensilien.
Wir haben die Eifel verlassen und sind in die Region Teutoburger Wald weitergezogen. In Detmold fanden wir eine wunderschöne Wohnung. Auch hier, wenn wir gewusst hätten, dass diese Wohnung so angenehm und zentral ist, wir wären glatt ein ganzer Monat dortgeblieben. Wir bezogen die Parterrewohnung. Ein angenehmes Schlafzimmer, eine Gästetoilette, eine Dusche und Toilette, eine grosse Küche und ein noch grösseres Wohnzimmer mit Schiebetüre zu einem gedeckten Sitzplatz Wir sassen jeden Tag vor der Wohnung und genossen einige Zeit im ruhigen und schönen Garten. Der Parkplatz vor dem Haus war auch hier sehr angenehm. Mit den Vermietern hatten wir einige sympathische Gespräche. Er ist Kaminfeger und seine Frau arbeitet für die Jugend.
Wir haben immer nur für eine Woche gebucht. Aufgrund der Saison wäre es nicht einfach gewesen, eine Unterkunft für mehr als eine Woche zu finden. In Hannover hatten wir das Glück und wir konnten für zwei Wochen buchen. Zwei Wochen in einer Unterkunft zu wohnen ist auch etwas erholsamer. Unter dieser Voraussetzung haben wir nicht den Druck, zu viel in der Region besichtigen "zu müssen". So freuten wir uns auf einen erholsamen Aufenthalt mit Pausentage und weniger Reisestress. Die Wohnung lag ideal, in der Nähe Einkaufsmöglichkeiten, eine S-Bahnstation mit direkter Fahrt ins Zentrum und ein persönlicher Parkplatz vor der Wohnung. Was wünscht man sich mehr. Wir haben die Schlüssel entgegengenommen und ich habe unser Gepäck hochgetragen. Als wir die Wohnung bezogen waren wir eigentlich zufrieden. Ein Schlafzimmer - ein Kinderbett neben meiner Bettseite, sodass ich auch hier eher ins Bett klettern musste, habe ja mittlerweile etwas Erfahrung - eine gut eingerichtete Küche, eine Eckbank mit Tisch am Fenster, ein grosszügiges Wohnzimmer, ein kleiner Balkon und ein Bad mit Waschmaschine. Beim näheren Hinsehen kam die Überraschung. Wir haben noch nie eine so schmutzige Wohnung bezogen. Auf dem Balkon befand sich fast nur ausgetrocknetes und dürres Gewächs, den Wasserkocher haben wir nicht genutzt, sah nicht so toll aus und überall in der Küche war etwas klebrig. Den Kühlschrank musste ich zuerst reinigen, wir hatten keine Lust, in diesem halb gefüllten und schmutzigen Kühlschrank unsere Lebensmittel hineinzustellen. Der Gipfel waren die vielen Kornmotten, denen ich den Kampf angesagt habe. Maria war nicht so begeistert, doch haben wir uns entschieden, eine Woche durchzuziehen. So kurzfristig etwas anderes zu finden wäre nicht einfach gewesen. Was Maria nicht wusste ist, dass ich am vorletzten Abend sogar noch Mottenmaden gesehen habe, die aus dem Küchenschrank krochen. Mit entsprechendem Fotomaterial konnten wir uns mit dem Vermieter einigen, dass wir nach einer Woche ausziehen konnten. Er hat uns den vollen Mietpreis zurückerstattet, das ist doch schon etwas. Folge; schon wieder kein Pausentag.























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