Wohnungen, "Wohnsitze" VII

Die Fortsetzung unserer Reise führte uns durch die Bretagne. Die Suche nach Wohnungen ist manchmal stressig und mit Überraschungen ergänzt. Letztendlich haben wir bisher immer eine angemessene Unterkunft gefunden. Zwischendurch buchten wir für ein bis zwei Nächte auch ein Hotel. 

Früher hätten wir vielleicht unser Gepäck auch in Holzkisten verpackt und mitgenommen 😊- Lulu Schlaraffen.


In Paimpol, über die Stadt und Region habe ich berichtet, haben wir eine sympathische Zweizimmer-Wohnung im Dachgeschoss einer kleineren Liegenschaft am Rand der Altstadt gefunden. Wir schätzen solche Wohnungen immer besonders. Es ist sehr angenehm, wenn man rasch im Zentrum einer Stadt ist, um zum Beispiel morgens frisches Brot kaufen zu können, oder einfach noch einen "Stedtli-Cher" machen zu können, wie wir uns das in unserer Heimat gewohnt sind. 


Die Wohnung befindet sich im zweiten Stock ohne Lift. Für mich kein Problem, noch mag ich gut. Maria mag es nicht besonders, wenn ich all unser Gepäck die Treppe hochtragen muss. Sie ruft mir immer hinterher: "langsamer, langsamer" und meint es natürlich gut. Die Wohnung war gut eingerichtet und sie passte uns in allen Belangen. Einzig beim Einstieg in die Badewanne zum Duschen, mit der Dachschräge hiess es: "gut aufpassen". Der zur Wohnung gehörende Parkplatz war perfekt. 


In der Grossstadt Brest fanden wir eine spannende Wohnung, auch im zweiten Stock und ohne Lift. All die alten und vielseitigen Dekorationsartikel, die auf Möbeln und Tischen, ja sogar in der Küche aufgestellt waren, sind lustig, doch eher auch lästig. Man musste immer Acht geben, damit nichts kaputt geht. Es war schlussendlich eine heimelige Wohnung und nach zwei Tagen war die Temperatur auch angenehm. Beim Parkplatz war es nicht optimal. Etwa 150 Meter entfernt ist ein riesiger Parkplatz, der jedoch immer ziemlich besetzt war. So mussten wir in der Regel 5 bis 10 Minuten abpassen, bis ein Parkfeld frei wurde. 

Hier wohnten wir wahrhaftig in einem Antiquitäten-Museum :-)



In Concarneau, einem kleinen Städtchen an der Küste, fanden wir eine Einzimmer-Wohnung im Parterre mit einem kleinen Garten. In Anbetracht der Jahreszeit konnten wir diesen kaum nutzen, was wir bedauert haben. Die Wohnung, welche sich in der Stadt und nahe der Festung befand war klein aber fein und mit allem Notwendigen ausgerüstet. Zur Wohnung gehörte eine Garage, was mir sehr passte. Doch leider war die Garage etwa 10cm zu kurz und wir konnten unser Auto nicht unter Dach parkieren. Direkt vor unserem Eingang gab es Parkplätze. Am zweiten Tag war der Platz direkt vor unserer Eingangstüre frei und ich packte die Gelegenheit, um unser Auto dort zu parkieren. Wir haben unser Auto die ganze Woche dort stehen lassen. 


In Vannes habe ich keine Wohnung nahe dem Herzen der Stadt gefunden. Doch etwa zwei Kilometer entfernt fand ich eine Einzimmer-Wohnung in einem Wohnquartier. Zur Freude von Maria im ersten Stock. Direkt vor dem Eingangsbereich hatte es genügend Parkplätze, was sehr angenehm war. Einige Meter vor der Liegenschaft war auch eine Bushaltestelle. Wir sind teils zu Fuss in die Altstadt gegangen und dann mit dem Bus zurückgefahren. Manchmal haben wir den Bus auch für die Hin- und Rückfahrt genommen. 

Die Wohnung war für eine Woche ok. Die Küche war gut eingerichtet. Ein riesiger neuer Kühlschrank mit einem zwar noch etwas unangenehmen Geschmack. Ein sehr kleiner Tisch zum Essen für zwei Personen, eine angenehme Sitzgruppe und hinter einer Stellwand das Bett. Die Stellwand war mobil und etwas unpraktisch. Man ist immer wieder über eine Fussleiste gestolpert. So habe ich die Stellwand verschoben und es ging ganz prima. 


In Nantes bezogen wir für zwei Nächte ein Hotel. Hoteleigene Parkplätze standen zur Verfügung und die Bushaltestelle war unmittelbar vor dem Hotel. Wir haben zwei Nächte dort verbracht und somit hatten wir einen ganzen Tag zur Verfügung, um die Stadt zu besuchen. Aufgrund der Weihnachtszeit genossen wir auch einen Abendspaziergang durch die schön beleuchtete Stadt. 

Die Hotelkette Campanila bietet kleine, zweckmässige Zimmer an. Wir haben in Lille ebenso in einem Campanila Hotel übernachtet. Das Frühstück war prima und wir haben gut geschlafen. 


La Rochelle, eine fantastische Stadt. Da fand ich eine Wohnung im zweiten Stock mit Lift direkt am Meer. 50 Meter von der Wohnung entfernt ist eine feine Bäckerei. Die Wohnung war ein Traum für uns, aber auch ein Albtraum, was die Raumtemperatur betraf. Es hat zwar eine Heizung in allen Zimmern, doch die Leistung war nicht angemessen. Wir froren, auch wenn wir etliche zusätzliche Kleider angezogen hatten. Mit der Verwaltung waren wir in Kontakt, sie antworteten stets rasch und immer mit einer Schlussbemerkung, dass es ihnen leidtue und es hoffentlich am anderen Tag besser werde. Da sie nicht wussten, ob die Wohnung eine eigene Heizung hat oder es eine Zentralheizung gab, baten sie mich, bei Nachbarn zu fragen. Das habe ich mit Erfolg gemacht, auch wenn das eigentlich nicht meine Arbeit wäre. Nach vier Tagen nahm ich mit airbnb Kontakt auf. Sie engagierten sich professionell und speditiv. Das Heiz-Problem konnte zwar nicht gelöst werden, doch wurde uns ein angemessener Betrag zurückerstattet. Wenn die Wohnungstemperatur angenehm gewesen wäre, wir wären mindestens noch eine zusätzliche Woche in dieser Wohnung geblieben, da uns die Lage und die Stadt La Rochelle extrem gut gefallen hat. 

Für unser Auto stand ein Garagenplatz zur Verfügung. Im geschützten Aussenbereich hatte es auch eine grosse Anzahl freie Parkplätze. Ich fragte bei der Verwaltung an, ob ich unser Auto auch im Hof parkieren dürfe. Es wurde mir bestätigt, so musste ich nicht jedes Mal die enge Garageneinfahrt passieren. Am Abreisetag war dann doch ein beschriftetes A4 Papier an dem Fenster der Fahrerseite. Es sei ein Privatparkplatz...

Abschliessend noch zur Wohnung. Das Wohnzimmer war sehr gemütlich mit einem grossen Tisch und einem Sofa. Ein kleiner Balkon mit Blick auf das offene Meer war vom Zimmer her erreichbar. Das Schlafzimmer mit Blick auf den Hafen war in der Grösse optimal und gemütlich. Die Küche, na ja, so eine kleine Küche haben wir noch nie gesehen. Eine Person konnte sich darin drehen und fertig. Zum Frühstück zubereiten war es prima, doch um eine Mahlzeit zu kochen, es geht, aber nicht einfach. So haben wir in dieser Woche gleich drei Mal eine Pizza geholt. Ein Amigo-Pizzageschäft war 100 Meter von der Liegenschaft entfernt. 

Eine wunderschöne Wohnung mit herrlichem Ausblick. Ein mini-stilles Örtchen, die es in Frankreich noch oft gibt. 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Paestum - Neapel zum Jahresbeginn 2022

106 - Nanjing, Yangzhou, Wuxi und Suzhou. Anschliessend Vorbereitungen zur Heimreise in Shanghai.

103 - Von Zhangjiajie und seiner Region bis zum Fanjing-Berg