Wohnungen, Wohnsitze IX

Nach Santiago de Compostela sind wir nach einem Zwischenhalt in Braga weiter nach Porto gereist. In der Stadt Porto haben wir uns sofort sehr wohl gefühlt. Geschichte, Kultur, Reichtum, Stolz, Portwein und Natur, alles Gute kommt hier irgendwie zur Geltung. Wir haben eine  Zimmer Wohnung mit Balkon und Parkhausplatz gefunden. Die gepflegte und recht neue Wohnung war gut eingerichtet, mit den grossen Fensterfronten ist sie hell und gemütlich. Wir waren etwa 1.5 Kilometer vom Zentrum entfernt, das konnten wir gut zu Fuss zurücklegen, um in die Stadt zu gelangen. Zwei Tage hat es durchgehend geregnet. Ein Tag setzte ich ein um an meinem Blog zu schreiben, am anderen Tag besuchten wir ein Shopping-Center und blieben somit vom Nass verschont. 



In Buarcos, bei Figueira da Foz, fanden wir eine Wohnung mit Meerblick, auch wenn es von der Seite her ist, sehr angenehm. Das Wetter war nicht umwerfend, es regnete viel. Doch zwischendurch konnten wir Wanderungen der Küste nach machen, die einfach gewaltig waren. Auch bei geschlossenen Fenstern hörten wir das Rauschen vom Meer, auf eine für uns sehr positive Art. Wir hatten zur Wohnung einen Garagenplatz in der Liegenschaft. Die Einfahrt war so steil, das Einparkieren war schon fast ein Kunststück und die Ausfahrt hatte wieder ein sehr steiles Teilstück. Bei der Ausfahrt hatte es grössere Belagschäden, dass ein Rad durchdrehte. In der Folge habe ich unser Auto auf der Strasse parkiert. Es hatte genügend freie öffentliche Parkplätze. 


Anschliessend sind wir nach Lissabon gefahren. Dort haben wir recht zentral eine 2½ Wohnung gefunden. Parkplatz in der Liegenschaft mit angenehmer Einfahrt und Lift vom Auto zur Wohnung. Die Wohnung war gut eingerichtet und alles auf "Love" dekoriert. Wir kamen uns wie ein junges Liebespaar vor. Es hatte auch einen kleinen Balkon und vom Schlafzimmer her hatten wir direkten Blick auf den Pantheon. Vom täglichen Sonnenaufgang waren wir begeistert. Auch hier konnten wir gut zu Fuss in die Altstadt gehen. Es ging zwar ungewohnt viel aufwärts und "nitzi". Zwischendurch haben wir dann die legendäre Strassenbahn genommen. 







Nach Lissabon sind wir wieder direkt an die Küste gefahren. In Ericeira fanden wir eine grossartige Wohnung mit Cheminée, grosszügiger Küche, schönem Wohnzimmer, kurz, eine Traumwohnung, wenn auch nicht sehr modern. Leider hatte es keine angemessene Heizung und wir froren. Wir erinnerten uns an La Rochelle, sehr schade. Wir nahmen mit airbnb Kontakt auf und konnten nach zwei Nächten ohne zusätzliche Kosten die Wohnung wechseln. Im selber Ort, am anderen Stadtrand, fanden wir eine kleine, gut eingerichtete Wohnung in einer modernen Anlage, die wohl ursprünglich als ein Appartement-Hotel konzipiert war. Ein Parkplatz gehörte zur Wohnung und die Ein-/Ausfahrt war sehr angenehm. 

Erste Wohnung: 



Zweite Wohnung: 





Bevor wir in die Algarve weiterreisten, haben wir noch einen Halt in Sintra gemacht. Im Internet habe ich gelesen, dass es dort viel zu besichtigen gibt. Man hätte das bestimmt auch von Lissabon her machen können, doch mit dem Auto aus der Stadt Lissabon zu fahren und anschliessend wieder zurück ist sehr stressig. So war die Lösung, dass wir für drei Nächte ein Hotel buchten, sehr angenehm. Im Nachhinein stellten wir fest, dass wir eine zusätzliche Nacht hätten buchen sollen, um alles Gewünschte besuchen zu können. Den Convento dos Capuchos konnten wir nicht besuchen. Ein Grund, wieder einmal in die Region zu reisen. Das Sintra Golf Hotel war sehr angenehm, gutes Frühstück mit einer angenehmen Badeanlage. Die Sauna passte nicht so dazu. Die war im Ganzen gesehen sehr, sehr klein. 


Nach einer längeren Fahrt sind wir dann in Lagos angekommen. Hier fanden wir auch nahe vom Zentrum eine grosszügige, gepflegte und gut eingerichtete 3½-Zimmer Wohnung. Auf beiden Seiten ein Balkon, viele Fenster und dadurch eine helle Wohnung. Ich war seinerzeit in Lagos WAN und stellte vor Ort fest, dass die beiden Städte einen Zusammenhang haben. Wir hätten es hier länger ausgehalten. Die Region ist sehr eindrücklich, die Küsten rund um Lagos sind unglaublich vielseitig. Es hat viele Wanderwege, welche gut gepflegt sind. Lagos ist auch sehr zentral um Ausflüge in der Region zu unternehmen. Bis zum "Ende der Welt" bei Sagres, sind es gut 30 Kilometer. Unser Auto mussten wir vor der Liegenschaft auf öffentlichen Parkplätzen parkieren. Wir fanden immer einen Platz und es war sehr sicher. 




Albufeira war die nächste Station. Hier fanden wir eine grosszügige Einzimmerwohnung. Ebenfalls ein Parkplatz in der Liegenschaft, wo uns ein Lift bis zur Wohnung führte. Das Wetter war noch nicht optimal um ein Sonnenbad auf der Terrasse zu nehmen. Ich stelle mir vor, dass diese Terrasse im Sommer sehr angenehm ist. Beim Haus vis-à-vis beobachtete uns stets eine Dame (siehe nachfolgendes Foto). 


Von Albufeira her fuhren wir nach Goldra de Baixo, wo unsere Freunde, Katharina, Andreas und Sir Miró leben. Sie haben eine traumhafte Doppel-Villa mit herrlicher Aussicht über das "Bodemünzi" hin zum Atlantik. Wir haben bei ihnen eine Wohnung mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad belegt, nutzten jedoch nur das Schlafzimmer. Wir hatten eine so schöne Zeit zusammen und genossen die vier Abende bei herrlichem Mahl in der Wohnung unserer Gastgeber. Zwei Mal kochte uns Katharina, zwei Mal zauberte Maria etwas in der Küche. Nach einem Schlummertrunk, jeweils ein feiner Whiskey, konnten wir optimal schlafen.  


Anschliessend sind wir nach Olhão weitergezogen. Hier fand ich eine ganz moderne 4½-Zimmer-Wohnung am Stadtrand. Ein Balkon auf Sonnenuntergangseite, auf dem Flachdach ein Swimmingpool, einfach grossartig, auch wenn wir ein Zimmer und ein Bad zu viel hatten. Was uns hier längerfristig stören würde war das ununterbrochene Hundegebell aus einem Hundewohnheim auf der anderen Strassenseite. Für eine Woche oder zwei ist das erträglich. Immer dort zu wohnen, das wäre ein Stress. 




Nach Olhão sind wir nach Alcoutim gefahren, zur letzten Station in Portugal. Hier haben wir einen Studienfreund aus meiner Zeit in Wuppertal besucht. Da bezogen wir ein einfaches Hotel, ein Jugendheim. Wir belegten eine ganz kleine Wohnung mit einer kleinen Küche, einem Wohnzimmer und einem Schlafzimmer. Für EURO 45 inkl. einfachem Frühstück war das ideal. Gerade daneben war auch ein Hotel. Beim Suchbegriff "inkl. Frühstück" war dieses Hotel nicht mehr aufgelistet. Aus diesem Grund buchten wir die Jugendherberge. Im Nachhinein habe ich gesehen, dass dort auch ein Frühstück angeboten wird. Dieses ist separat zu bezahlen, deshalb war es nicht mehr in der Liste bei Booking.com aufgeführt. Es wäre 10-15 EURO teurer gewesen und bestimmt etwas angenehmer. Aber für eine Nacht war es uns wohl. 





Zusammenfassend, Portugal hat uns ausserordentlich gut gefallen. Die Menschen sind aufgeschlossen und freundlich. Viele sprechen Englisch, was durch die Geschichte zu erklären ist. Die Städte, Dörfer und Plätze sind sauber und gepflegt. Das Abfalltrennsystem ist gut organisiert und gut beschriftet. Die Strassen sind okay. Die Lebensmittelpreise sind sehr tief. Auch Weine hat es sehr gute und diese sind im Verhältnis zu den Preisen in der Schweiz sehr günstig. Es gibt Aktionen, wo sie Spitzenweine bis zum halben Preis verkaufen. In den Restaurants sind Preis und Qualität güstig und gut. Michelin Restaurants, na ja, da bezahlt man schon auch über EURO 200 für ein Menu pro Person. Zum Glück musste man 3-4 Wochen voraus reservieren, so kamen wir nicht in Verlegenheit.

In diesen Tagen habe ich gelesen, dass Portugal für den Ruhestand der beste Ort der Welt sei. Das kann ich nachvollziehen und wir könnten es uns vorstellen, dort den Ruhestand zu geniessen. Doch ein Murtner hat sein Herz in Murten 😚, für immer. 

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