106 - Nanjing, Yangzhou, Wuxi und Suzhou. Anschliessend Vorbereitungen zur Heimreise in Shanghai.

Nanjing, eine besondere Stadt, die ich so nie wahrgenommen habe. Nanjing war lange Zeit Hauptstadt von Königreichen und die Hauptstadt der Republik China. Am 1. Oktober 1949, nach dem Sieg der kommunistischen Partei wurde Beijing als Hauptstadt festgelegt. Das führte mich dazu, meine Berichterstattung für einmal in Tagebuchform zu schreiben. Dazu kommt, dass Maria ihren 70. Geburtstag feiern durfte. Der runde Geburtstag darf doch etwas hervorgehoben werden. 

Bild Mitte: Hangzhou Geburtstagstorte. Bild links und rechts: In Yangzhou bei Vollmond. 

2. Februar; wir feierten mit Verwandten von Maria’s Seiten zum bevorstehenden Geburtstag. Wir assen zusammen in einem Restaurant und gingen anschliessend in die Wohnung von LeiLei. Dort spielten – die die konnten – Karten und plötzlich erschallte der Glockenschlag 24:00, respektive 00:00 Uhr. In der Schweiz war es erst 17°°Uhr. Es folgte ein herzliches Anstossen auf Marias 70 Lenzen begleitet mit den besten Wünschen. Wir fuhren in unser Hotel, schliefen kurz und bereiteten unsere Koffer für die Reise im Zug nach Nanjing.

Bild rechts aussen: Das grosse Hotelzimmer in Nanjing.

3. Februar; nach einer angenehmen Fahrt mit dem Schnellzug von Shanghai nach Nanjing trafen wir kurz nach Mittag im Fünfsterne-Hotel Sofitel ein. Um das Zimmer beziehen zu können mussten wir noch eine Stunde warten. Wir spazierten vom Hotel weg und waren nach einigen Minuten in einem alten, historischen Wohnquartier. Es hat Alleen mit Platanen und Häusern, denen man den europäischen Einfluss nicht absprechen konnte. Wir gingen zurück ins Hotel und bezogen das Zimmer. Ein 60m2 grosses Zimmer mit grosszügigem Bad und allem Komfort. Die Aussicht über die Stadt war gut, doch nicht so spektakulär, wie es in der Hotelwerbung heisst. Wir machten uns bereit und gingen ins Schwimmbad, wo wir uns von der letzten Nacht etwas erholen konnten. Abends genossen wir ein Menu mit 10 verschiedenen Platten. Die Hoteldirektion hat festgestellt, dass Maria einen runden Geburtstag feiert. Plötzlich klopfte es vor der Nachtruhe an der Zimmertüre und ihr wurde ein Geburtstagskuchen geschenkt. Diesen haben wir vor dem Schlafengehen gemeinsam genossen. Er war sehr fein, viel Rahm, ein luftiges Gebäck mit Ananasstückchen. Fröhlich gelaunt schliefen wir kurz darauf zufrieden ein. 


4. Februar; da nahmen wir es gemütlich. Nach einer angenehmen Nacht ging ich kurz ins Schwimmbad. Das grossartige Frühstück, bei dem es wirklich an nichts fehlte, genossen wir ausdauernd. Anschliessend wanderten wir zum Xuanwu-See. Zuerst wollten wir auf der Mauer spazieren, doch dann entschieden wir uns, auf der Insel eine Rundwanderung zu machen. Es war kühl und der Wind etwas stark. Trotzdem genossen wir den gemütlichen Spaziergang. Da wir ein grosses Zimmer hatten zogen wir es vor, am zweiten Abend im Zimmer etwas Einfaches zu essen.


5. Februar; wir zogen vom 5-Sterne Hotel ins Phoenix Palace 4-Sterne Hotel. Das Zimmer war mit gut 30m2 nur noch halb so gross. Der Preis war etwa ein Drittel des vorherigen. Wir hatten ein Panoramafenster im Zimmer und sahen direkt auf den Xuanwu-See. Das Bad mit Dusche war riesig und wir fühlten uns ausgesprochen wohl. Nach dem Zimmerbezug fuhren wir mit der Metro zum Nanjing-Museum. Auch hier, ein riesiges repräsentatives Museum wo man leicht einen ganzen Tag verbringen könnte.


6. Februar; nach einem ebenso grossartigen Frühstück nahmen wir die Metro um das Ming Xiaoling Mausoleum zu besuchen. Hier, am Zhongshan-Berg, befindet sich das Grab des Kaisers Hongwu und seiner Frau. Er war der Begründer der Ming-Dynastie, die im Jahr 1368 begann. Zum Grab führt eine eindrückliche Steinskulpturenallee, der Seelenweg. Abends fanden wir ein sympathisches Restaurant, wo wir lokale Spezialitäten genossen.


7. Februar; nach einem tollen Frühstück fuhren wir in die gleiche Region, wo sich die Grabstätte, das Mausoleum von Dr. Sun Yat-sen befindet. Dr. Sun bleibt eine bedeutende Person in der Geschichte Chinas. Er spielte eine wichtige Rolle beim Sturz der Qing-Dynastie (1644-1912) und führte eine zentrale Rolle bei der Gründung der Republik China. Er war der erste provisorische Präsident. Er entwickelte den Nationalismus, die Demokratie und den Volkswohlstand. Er ist eine wichtige Persönlichkeit für die Kuomintang wie für die kommunistische Partei Chinas. Er starb 1925 und wünschte sich, am Fuss des Purpurbergs in Nanjing beerdigt zu werden. Die riesige Grabstätte ist unweit vom Ming Xiaoling Mausoleum entfernt.

Im Innern des Mausoleums, wo eine eindrückliche Bronzefigur von Dr. Sun, der auf einem Sessel sitzt, ist, war es strickte verboten zu fotografieren. Ist es wegen den Kuomintang Farben (Bezug zu Taiwan) an der Decke?

8. Februar; heute besuchten wir wiederum eine historische Stätte. Am 7. Juli 1937 fand ein Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke in Nanjing statt. Das Feuergefecht zwischen Japan und China wird als Auslöser des zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs angesehen. In der Folge war das grässliche Massaker von Nanjing im Dezember 1937 bis Januar 1938. Während dieser Zeit wurden etwa 300'000 Menschen umgebracht. Es ist vergleichbar mit dem russischen Einmarsch 2022 in die Ukraine, wo Butscha während etwa einem Monat Schauplatz des grässlichen Krieges war, das einige Hundert Opfer forderte. Die Menschheit scheint nichts zu lernen. Nun mischt sich Trump in das Geschehen mit dem Terroristen Putin ein und es zeigt sich je länger umso mehr, heutige selbstgefällige Führer haben kein Interesse an Menschen an ihren Bürgerinnen und Bürger, sie haben Interesse an Rohstoffen und Macht. Putin jagt seine jungen Bürger in den Krieg (in den Tod) und ruft den Bürgerinnen zusammen mit Patriarch Kyrill aus, dass sie mehr Kinder kriegen sollen. Wieso bleibt hier die Frage? Er äussert sich immer wieder, dass er für Sicherheit und Frieden sorge und Europa und Amerika schuld an diesem Krieg seien. Nun prescht Trump auch in diese Richtung indem er sich soeben äusserte, dass Selenski und Europa schuld an diesem Krieg seien. Putin und Trump machen ja keine Fehler. Man sieht je länger desto mehr, es geht um Wirtschaft, seltene Erden etc. Wird Xi der lachende Dritte sein? Hu Jintao besuchte im Mai 2004 die Erinnerungshalle und hielt fest, dass dieses Massaker niemals vergessen werden darf. Es soll zur Erziehung der Jugend dienen. Gerade kam die Information, dass Trump auf seinem Kanal ein Video aufgeschaltet hat, das spielende Kinder in den Ruinen von Gaza zeigt. Sie gehen dann durch ein Loch in einer Wand und sehen Luxus pur am Strand, Trump mit einer leicht bekleideten Frau tanzend, Musk etwas essend... Es versteht sich, dass die einheimische Bevölkerung ausgesiedelt wurde. So etwas Menschenverachtendes habe ich noch nie gesehen. Je länger umso mehr haben wir Führer die an ihr Portemonnaie denken und persönliche Macht anstreben oder aber Macht, Zerstörung, Mundraub an ihrer Bevölkerung treiben und ohne Scham sagen, die anderen sind Schuld, wir wollen nur Frieden. So manövriert Putin sein Land, einst blühende Weltmacht, in die Isolation und in den Abgrund, siehe Nordkorea. Es ist zurzeit traurig, was wir miterleben müssen. Mindestens in Mariupol wird hoffentlich eines Tages eine Erinnerungshalle gebaut, wo das Massaker von Butscha und die wilde Zerstörung des Kremls mit Putin voran gezeigt wird. Ob dieses dann auch zur Erziehung der Jugend dienen soll? Nicht erziehen, lernen und nicht wiederholen sollte das Ziel sein. 

Am selben Tag besuchten wir noch die Ruinen des «Bao’en Si» Tempels, den grossen Tempel der Dankbarkeit mit der «Porzellanpagode». Anfangs 15. Jahrhundert wurde der Tempel mit der Pagode während 17 Jahren gebaut. Während der Revolution der Taiping Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser vollständig zerstört. Ende 2015 wurde ein moderner Nachbau eröffnet. Man sieht die Grundrisse des einst mächtigen Tempels und moderne Installationen. 

9. Februar; Nanjing ist eine richtige Fundgrube von historischen Plätzen. Wir fuhren an diesem Tag zum Präsidentenpalast, der heute eine Touristenattraktion ist. Ursprünglich wurde der Palast während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) gebaut. Er diente als Residenz für hohe Beamte. Von 1644 bis 1912 wurde es als Verwaltungsgebäude genutzt. Nach der Gründung der Republik China im Jahr 1912 nutzte Sun Yat-sen den Palast als Regierungssitz. Während der Regierungszeit von Chiang Kai-shek wurde diese auch als Präsidentenpalast genutzt. Nach dem Bürgerkrieg und damit verbunden der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 verlor der Palast seine Bedeutung und ist nun eine historische Stätte. 

Anschliessend besuchten wir noch den Konfuzius-Tempel in der Altstadt. Der Tempel und die Altstadt sind gerammelt voll mit Menschen. Einerseits ist es ja schön, all die bunten Laternen in jeder Form zu sehen, andererseits ist es keine Kulturstätte mehr, sondern eher ein Massen-Tourismus-Hotspot. Es wimmelt von Menschen und touristischen Angeboten und ist in allen Ecken sehr lärmig.

10. Februar; in Nanjing ist ein grosser Teil der Stadtmauer noch intakt. Wir fuhren mit dem Taxi zu einem der Hauptzugänge zur Mauer. Gleich daneben befindet sich das Museum zur Stadtmauer. Leider war Montag und somit das Museum geschlossen. Also wanderten wir einfach knapp zwei Stunden auf der sehr langen Mauer hin und zurück. Es ist sehr eindrücklich, was man in die Ferne sowie links und rechts der Mauer zu sehen kriegt. Da stehen ganz alte Quartiere wo man sich die Frage stellt, ob hier noch Menschen wohnen können. Gleich daneben wird gebaut und gebaut.

Bild Mitte: Gleich neben der Mauer im Vordergrund alte Häuser die sogar noch bewohnt sind.

Anschliessend fuhren wir in die Altstadt Qinhuai ans Laternenfestival. Auch hier, die Masse an Menschen behagte uns nicht. Wir fanden zum Glück ein Spezialitäten- Restaurant und genossen eine lokale Fischspeise. 

11. Februar; wir schalteten nachvollziehbar einen Pausentag ein. Wir gingen noch einmal zum See und spazierten über die Stadtmauer in diesem Bereich. Dann kehrten wir ins Hotel zurück und planten die Weiterfahrt.

 

12. Februar; wir packten unsere Sachen und deponierten das Gepäck bei der Rezeption. Wir suchten eine Poststelle um noch zwei Karten zu senden. Die Poststellen sind in China schon etwas anders organisiert. Ab und zu sind unsere Karten oder Briefe nicht angekommen. Doch irgendwie scheint es meistens zu klappen, wir werden es vernehmen. Zur selben Zeit war eine Familie am Schalter, sie gaben ein Paket auf, rundherum voll mit Briefmarken zugeklebt. Das sah lustig aus. Wir fragten die Postbeamte noch, in welche Richtung wir gehen müssen, um zum Gulou-Park zu gelangen. Sie schüttelte den Kopf und sagte lachend, dass sie hier arbeite aber nicht hier wohne. Es ist für uns kaum verständlich, dass die Menschen nicht wissen, was sich in ihrer Umgebung befindet. Die Postbeamte ist wie viele, sehr freundlich und postalisch kompetent. Ich denke, Familie und Arbeit ist für viele Menschen das Höchste der Gefühle und sie sind glücklich dabei. Hm, das Mobile gehört bestimmt auch ihrem Glück und Wohlstand. Wir verliessen das Postgebäude und fragten einen Uniformierten. Anscheinend ist er hier heimisch, er zeigte uns mit der Hand die Richtung. Nach 200 Metern standen wir vor dem Gulou-Tor.



Nach diesem, «Postgang» holten wir unsere Koffer ab und fuhren mit dem Zug nach Yangzhou. Wir fanden das sehr angenehme Grand Skyline Hotel direkt neben dem Westsee-Park mit der bekannten Wuting Brücke. Da noch Ferienzeit ist, fand im Park jeden Abend ein «Lichtfestival» statt. Wir konnten nicht genug davon sehen, blieben in der Stadt noch zwei weitere Nächte und besuchten das Lichtfestival gleich drei Mal.

 

13. Februar; wir besuchten die Grabstätte des Han-Königs von Guangling aus den Jahren 206 BC bis 220 AD. Das urprüngliche Grab wurde 1979 in der gebirgigen Region entdeckt. Bei der Ausgrabung wurden viele Artefakte von Jade, Keramik, Bronze etc. gefunden, die den Reichtum der damaligen Zeit belegen. Am Stadtrand von Yangzhou wurde dann ein Museum gebaut, das auf eindrückliche Art die Bestattungskultur der Könige aus der Han-Dynastie zeigt.

Bild Mitte: Der König wurde mit Jadeplättchen "mumifiziert". 

In Yangzhou sind viele Menschen aufgrund des Salzhandels reich geworden. Wir besuchten den Garten Geyuan und die Wohnanlage des Salzhändlers Huang Zhiyun.  Anschliessend besuchten wir das historische Quartier. Dabei entdeckten wir ein Haus, wo eine lokale Darbietung mit Tee angeboten wird. Das liessen wir uns nicht nehmen und wurden mit bunten Tänzen verwöhnt. 


14. Februar; die Stadt beherbergt so viele spannende Orte und das Hotel war sehr angenehm. So verlängerten wir unseren Aufenthalt um eine Nacht. Nach dem Frühstück besuchten wir das Kanalmuseum. Ein gewaltiger Bau mit Hallen, da könnte man – doch etwas übertrieben – die Altstadt von Murten hineinstellen. Abends, wie könnte es anders sein, genossen wir noch einmal das Lichtspektakel.

Die Dimensionen in den Museen ist gewaltig. Das Bild in der Mitte zeigt eine begehbare historische Gasse beinahe 1:1, wo man Souvenirs auf zwei Etagen kaufen kann. 

15. Februar; wir verliessen Yangzhou und machten einen kurzen Zwischenhalt bei der Oper von Yangzhou. Einmal mehr ein kommunistischer Wahnsinnsbau, sehr eindrücklich. Ich fand ein Foto im Internet und versuchte herauszufinden, ob ein Konzert stattfand. Das ist kaum möglich, weder in chinesischer oder englischer Sprache. Manchmal frage ich mich, wie oder auf welchem Weg sie Tickets verkaufen. 


Eine Stunde später trafen wir in Wuxi ein. Hier lebt eine Familie, die wir in Langzhou kennenlernen durften. Wir trafen einander kurz. Eine herzliche Begegnung mit Mutter und Kind. Sie hatten für uns ein Hotel gebucht. Sie holten uns am Bahnhof ab und führten uns vor das Hyatt Regency Hotel. Die Rezeption war im 43. Stock, unser Zimmer im 51. Stock. Eine gewaltige Panoramasicht, vor allem während dem grossartigen Frühstück im 63. Stock. Der Zimmerpreis lag etwas über unserem Budget. Die Gastgeber wollten uns das Zimmer offerieren. Das war uns nicht so angenehm. Wir «verhandelten» mit ihr, dass wir den Zimmerpreis aufgerundet ihrer Tochter schenken. So fanden wir eine gute Lösung, wo wir beide einander etwas schenken konnten.

 

16. Februar; wir packten unsere Koffer schon wieder und gaben diese bei der Rezeption ab. Maria wünschte noch zum Tai-See zu gehen. Wir buchten ein Didi (Taxi) und erreichten das Ziel. Eine tolle Wanderung in einer schönen Gegend im Yuantouzhu Park. Leider war die Weitsicht nicht optimal, aber wir konnten uns das gut vorstellen. 


17. Februar; trafen wir abends in Suzhou ein. Maria organisierte noch ein letztes Sightseeing in einer für sie wichtigen Stadt. Das Programm war kühn, doch wir besuchten alles, was Maria vorhatte. Zuerst spazierten wir dem historischen Pingjiang-Fluss entlang. Anschliessend gingen wir in den berühmten «Lion Grove Garden», wo wir den Frühling spürten.

 

Anschliessend fuhren wir mit einem Taxi zum Huqiu-Tigerberg mit dem berühmten Schwertfelsen. Der König des Staates Wu wurde hier begraben. Als Grabbeilage sollen sich hier 3'000 Schwerter befinden. Der erste Kaiser der Qin-Dynastie und andere Könige einige Jahrhundert später, haben die Schwerter erfolglos gesucht.


Nach dem Besuch des Tigerbergs riefen wir ein Taxi, das uns zum Hanshan-Tempel fuhr. Wir hatten Glück, die Tore waren gerade noch geöffnet und wir konnten die Tempelanlage besuchen. Die Tempelanlage ist berühmt wegen der grossen Glocke und einem Gedicht über den Mond und einen Reisenden, der die Glocken vom Tempel hörte.

 Bild rechts aussen: Junge Menschen in teils unglaublichen Kostümen sieht man das ganze Jahr durch überall. 

Zum Abschluss des ausgefüllten Tages fanden wir ein tolles Restaurant, wo wir noch eine regionale Spezialität genossen. Ein gebührender, ja fast feierlicher Abschluss unserer Reise quer durch China.  


18. Februar; wir stiegen in den Zug nach Shanghai. Packen ist angesagt. In den vergangenen Tagen haben wir die Zeit maximal ausgenutzt. Schön war es, aber intensiv.


In Shanghai besuchten wir die Verwandten von Maria’s Seite und holten die eingestellten Koffer ab. Im Hotel gab es dann ein «ausmisten», was wollen und können wir mit nach Hause nehmen, werden wir noch Platz für Mitbringsel für Familien und Freunde haben? Maria und ich sind – zu unserem Leidwesen – Sammlertypen. Maria sammelte Tee und Kaffee, ich sammelte Seifen. Eine riesige Menge kam hervor, wir mussten schmunzeln. All das können wir kaum mitbringen, also brachten wir dem Schwager mit seiner Tochter am Stadtrand von Shanghai einige Taschen voller Kleinigkeiten. Zum Glück freuten sie sich darüber… oder sie taten nur so. Wie auch immer, wir hatten noch eine gute Zeit zusammen.

Dann noch zum Coiffeur und "ab die Post". 


Die Koffer waren bereit, so auch wir. Am 24. Februar ging die Heimreise los. Wir erreichten den Flughafen Pudong und der Flug startete planmässig um 17:55. Am nächsten Tag, am 25. Februar um 06:55 Uhr landeten wir pünktlich in Genf. Ein schönes Gefühl, wieder in der Heimat zu sein. Wir freuen uns auf Familie und Freunde. Ein neues Kapitel auf unserem Lebensweg beginnt. 

Boardingkarte abgeholt, durch die Passkontrolle, eine gemütliche Wartezeit in der VIP-Lounge und letzte Ticketkontrolle vor dem Flug. 


Nachfolgend der Beweis; Foto vom 27.2.25 in Murten: Wir sind wieder hier und freuen uns auf jede Begegnung. Ab jetzt rufen wir wieder "Salut" und nicht mehr "Ni Hao".  




Damit schliessen wir unsere Reiseberichterstattung der letzten vier Jahre ab. Die Erinnerung wird weiter leben. 

Unsere Kontaktangaben: chr.brechbuehl@bluewin.ch oder +41 79 752 27 51




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